#4 Abstrahieren Sie große Datenmengen

Große Mengen an Daten, sagen wir Tabellen oder komplexe Diagramme, kann das Gehirn nicht als solche erfassen. Automatisch versucht es diese Flut an Informationen zu abstrahieren, also zusammenzufassen. Das verbraucht im Gehirn sehr viel „Rechenkapazität“ und natürlich Zeit.

Zusätzlich haben Sie als Wissensvermittler keinen Einfluss auf das Ergebnis dieser Abstraktion. Das bedeutet im Klartext, dass Ihre Lernenden zu völlig anderen Ergebnissen kommen können als Sie.

Machen Sie es Ihren Lernenden einfach, indem Sie die Zusammenfassung liefern. Arbeiten Sie daher mit Symbolen und Übersichten, die Ihre Menge an Informationen auf den Punkt bringen.

 

#5 Nutzen Sie Bilder

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Bildern und Texten ist, dass der Mensch erst lernen muss, Texte zu entschlüsseln. Auch bei geübten Lesenden, dauert die Erfassung eines Textinhaltes länger als bei Bildern. Bilder zu interpretieren, hat der Mensch in seiner Evolutionsgeschichte bereits gekonnt bevor er lesen gelernt hat.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Bilder viel schneller vom Gehirn erfasst und interpretiert werden können. Darüber hinaus sind Bilder in jeder Sprache interpretierbar und damit multilingual. Und Sie kennen bestimmt auch das wahre Sprichwort: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“.

 


#6 Sprechen Sie mehrere Sinne an

Wenn Sie Bilder verwenden, dann triggern Sie den visuellen Sinn. Bewegen sich die Bilder, zum Beispiel durch Animationen oder durch Realfilmaufnahmen, wird durch die visuelle Veränderung der Reiz verstärkt. Kommen dann noch Töne und erklärende Worte dazu, werden mehrere menschliche Sinne gleichzeitig angesprochen. Dies erleichtert die Verarbeitung im Gehirn.

Deshalb sind Videos ein sehr gutes Medium, um Wissen zu vermitteln. Sie sind nicht nur leicht zu konsumieren, sondern sorgen auch dafür, dass Informationen 60.000 Mal schneller vom Gehirn verarbeitet werden können als reiner Text. Dadurch bleiben sie länger im Gedächtnis und helfen nachhaltiger, wenn es darum geht, etwas Neues zu lernen.

#7 Bauen Sie Interaktionen ein

Von Konfuzius ist folgender Spruch überliefert:

Ich höre und vergesse,
ich sehe und behalte,
ich handle und verstehe.

Texte, Bilder, aber auch Videos werden von den Lernenden passiv konsumiert. Sobald Sie als Wissensvermittler aber die Möglichkeit geben, mit den Inhalten zu interagieren, fängt das Gehirn an, das neue Wissen aktiv zu verarbeiten. Und genau darauf bezieht sich auch der Spruch von Konfuzius: Man muss handeln, also interagieren, um zu verstehen.

Nachdem Sie den Lernenden zuerst Ihre Inhalte vermittelt haben, können dann diese durch Quizfragen, Spiele, Diskussionen und Interaktionen gefestigt werden. Die aktive Auseinandersetzung des Gelernten ermöglicht die nachhaltige Speicherung im Langzeitgedächtnis.

Neben der Informationsvertiefung hat das Interagieren auch noch eine andere Wirkung: Durch die gemeinsame oder spielerische Interaktion wird Dopamin im Gehirn freigesetzt. Im Volksmund wird Dopamin auch „Glückshormon“ genannt. Es hat auf den Körper eine antriebssteigernde und motivierende Wirkung.

Fazit: Wenn Sie Ihre Lerninhalte mit diesen 7 Ideen vermitteln, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Ihre Inhalte nachhaltig und langfristig verinnerlicht werden. 

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