Was ist eigentlich eine
„Learning-Experience-Plattform “?

Der Weg von starren Learning-Management-Systemen zum individuellen Lernerlebnis. Ein Lagebericht.

Früher war die Welt klar strukturiert: die Mitarbeiter absolvierten brav ihre Pflichtschulungen, die nach einem bestimmten Lernplan festgelegt wurden. Weiterbildung war Teil des Personal-Managements. Der Fokus lag auf der reinen Wissensvermittlung und die Lernfreude blieb oft auf der Strecke. Heute wissen wir wie wichtig Lernfreude und die besondere Lernerfahrung für die Lernenden sind. Denn wer mit Freude lernt, lernt einfach besser. Die starren Learning-Managment-Systeme entwickeln sich folgerichtig zu Learning-Experience-Plattformen (LXP), die den Lernenden einen nachhaltigen und erlebnisreichen Lernweg bieten. Der Begriff der Learning-Experience-Plattform tauchte vor 2-3 Jahren zum ersten Mal als Trendbegriffe im E-Learning-Kosmos auf.

Wie definiert sich eine LXP?

Im Internet finden sich viele Begrifflichkeiten und Definitionsansätze. Grundsätzlich werden unter LXP´s Lernsysteme verstanden, die den Fokus auf den Lernprozess der Lernenden legen, nicht auf das Managen von Daten.

Was ist genau damit gemeint?

Ein LXP ist eine benutzerfreundliche Lern-Software, die den Zweck hat, personalisierte Lernerlebnisse zu schaffen, in dem der Lerninhalt durch Algorithmen benutzerbezogen kuratiert wird. Die LXP hilft den Lernenden beim Entdecken neuer Lernmöglichkeiten und nutzt die Kombination von Lerninhalten aus verschiedenen Quellen, wie Videos, Web Based Trainings, Visuelle Lernpfade, Mikrolernmodule und Quizze. Das Erfolgserlebnis wird über Statistikfunktionen auswertbar und motiviert die Lernenden immer wieder neu. Damit das Ganze funktioniert, braucht es eine umfangreiche Datenanalyse, damit SOLL- und IST-Profile von Lernenden erstellt werden können.

Die Revolution des Lernens

In Fachkreisen wird bereits von einer echten Lernrevolution gesprochen. Denn LXP´s können nicht nur Erlebnisse, sie können viel mehr. Mit dem Voranschreiten von künstlicher Intelligenz, verbesserten Datenanalysen und dem nutzerbezogenen Kuratieren von Inhalten wird es in Zukunft möglich sein, individuelle und personenbezogene Lernangebote zusammenzustellen und die Lernprozesse individuell zu begleiten. So können Inhalte bedarfsgerecht und personalisiert angeboten werden.

(Vgl. ausführlich Daniel Stoller-Schai, Beitrag im E-Learning-Journal, Ausgabe Mai 2020).
 

Die wesentlichsten Funktionsweisen von LXP´s

  1. Benutzergenerierte Inhalte
    Lernende können Beiträge gestalten, kommentieren, empfehlen und bewerten.
     
  2. Attraktive Gestaltung des Interfaces
    LXP´s zeichnen sich durch eine attraktive und benutzerfreundliche Gestaltung aus, nicht nur für Lernende, auch für Administratoren, die das System verwalten. Das Design orientiert sich an den Designerfahrungen der User aus den Bereichen Social -Media und E-Commerce.
     
  3. Einfache Erstellung von Inhalten
    Inhalte können automatisch gesucht, ausgewertet und zusammengestellt werden, so dass die Lernenden individuelle Lernempfehlungen erhalten.
     
  4. Personalisierung
    Durch die Personalisierung der Lernprofile erhalten die Lernenden ein maßgeschneidertes Lernangebot.
     
  5. Verbesserte Datenauswertung
    Die User sehen an grafisch aufbereiteten Dashboards, wo sie im Lernprozess stehen. Die Administratoren erhalten Zugriff auf verschiedene Statistiken über das Lernverhalten der Lernenden und können das Lernangebot individuell anpassen und verbessern.
     
  6. Auf verschiedenen Medien anwendbar
    Die Anwendungen sind auf allen Geräten anwendbar wie Tablets, PC, Smartphones.
     
  7. Vernetzung & Austausch
    Das System verbindet Menschen miteinander, indem gezeigt wird, wer ein ähnliches Profil hat und wer was gelernt und angesehen hat. Der Lernerfahrungsaustausch wird Teil der Lernmotivation. Das soziale Lernen wird zum wesentlichen didaktischen Schwerpunkt der LXP.
     
  8. Hoher Automatisierungsgrad 
    Das System übernimmt Aufgaben, die früher händisch erledigt werden mussten, wie: automatisches Kuratieren von Inhalten, automatische Berichterstattung, automatisches Onboarding von neuen Nutzern.
     
  9. Belohnung inklusive
    Die Lernenden werden für die Zielerreichung gelobt oder animiert, wenn sie im Lernprozess nicht weiterkommen.

(vgl. ebd.)

Unser E-Learning Professional Arnd Wenzel kennt weitere Besonderheiten

Wir wissen aus verschiedenen Studien und der eigenen Erfahrung, dass Menschen besser und nachhaltiger Lernen, wenn die Lernfreude hoch ist. Es ist folglich richtig, dass die Lern-Management-Systeme der Zukunft einen stark ausgeprägten „Experience-Fokus“ haben. Dieser Fokus auf die Lernerfahrung und die Lernfreude verändert die Sichtweise, wie Content und Benutzerstrukturen gestaltet werden müssen. Die Lernerfahrung wird zum Lernweg, der die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter begleitet und unterstützt. Die Plattformen der Zukunft reduzieren überflüssiges Vorratslernen und legen den Schwerpunkt auf die aktuelle Lern- und Arbeitswelt des einzelnen Mitarbeiters.

Wissen wird in den Arbeitsalltag integriert und punktgenau abrufbar. Dies entspricht dem modernen Medienkonsum. Wenn Sie heute etwas nicht wissen, schauen Sie auf Google nach und erhalten in wenigen Sekunden die Antworten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt von LXP ist der soziale Aspekt.

Der Austausch und die Interaktion mit anderen Lernkollegen haben einen hohen Event-Charakter. Lernen wird zum Gemeinschaftserlebnis. Die Motivation kommt aus dem Team heraus und wird nicht von oben vorgegeben. Bei gestiegener Motivation und einem starken Lernerlebnis kann Wissen im Unternehmen als echter Wettbewerbsvorteil herausgestellt werden.

Wir beraten und begleiten Sie gern auf dem Weg der digitalen Transformation von Wissen und bei der Umsetzung einer erlebnisorientierten Lernwelt.

Die Kernaussage

In Zukunft wird das individuelle Lernerlebnis im Vordergrund stehen. Die Learning-Management-Plattformen der nächsten Generation reduzieren überflüssiges Vorratslernen und legen den Schwerpunkt auf die aktuelle Lern- und Arbeitswelt des einzelnen Mitarbeiters.

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